Sehtest

Der Sehtest beinhaltet eine Untersuchung und Bestimmung der Sehschärfe (Visus) und ist grundsätzlicher Bestandteil jeder augenärztlichen Untersuchung.

Die Sehschärfe entwickelt sich und sollte im Alter von 6 Jahren einen Wert von 1,0 (100%) erreichen. Sie kann im Jugendalter noch weiter ansteigen und bleibt dann in der Regel bis zum Alter von ca. 60 Jahren erhalten.

Mit zunehmendem Alter wird der Visus geringer und fällt unter 1,0.

Das Verfahren

Dem Patienten werden verschiedene Sehzeichen (Optotypen) gezeigt, die erkannt werden müssen. Dieses können sein:

  • Zahlen oder Buchstaben
  • Landolt-Ringe
  • Snellen-Haken
  • Kinderbilder

Diese Sehzeichen befinden sich bei der Testung des Fernvisus (Sehschärfe in der Ferne) in der Regel 5-6 Meter vom Patienten entfernt. Wenn der Patient das größte Sehzeichen aus dieser Entfernung nicht erkennt, kann der Abstand mit Hilfe von Tafeln verringert werden.

Bei der Prüfung des Nahvisus, der für das Lesevermögen wichtig ist, ist die Sehtafel ca. 40 cm entfernt.

Während der Untersuchung wird jedes Auge einzeln getestet, und anschließend gegebenenfalls mit korrigiertem Visus (z. B. mit Meßbrille) erneut geprüft.

Die Bestimmung der Sehschärfe sollte durchgeführt werden bei:

  • Jeder Routineuntersuchung durch den Augenarzt
  • Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter
  • unklaren Sehtörungen und Sehminderungen
  • Brillenträgern im regelmäßigen Abstand von 1-2 Jahren.
  • älteren Menschen ab dem 60. Lebensjahr im Abstand von ca. 1 Jahr.
  • nach Unfällen / Verletzungen der Augen

Grundsätzlich kann ein Sehtest jede Minderung der Sehschärfe (Visusminderung) aufdecken, allerdings sind die Ursachen der meisten Krankheitsbilder komplex und benötigen eine umfassende weitergehende Diagnostik.

Ihr Nutzen

Der Sehtest dient der schnellen und zuverlässigen Erkennung einer Sehschärfeminderung, so dass eine gezielte Therapie rechtzeitig durchgeführt werden kann.

Vor allem für viele Berufe und zur Erlangung eines Führerscheins wird ein Sehtest verlangt.